Praxis

  • Initiativen und Aktivitäten, an denen ich mitgewirkt habe – und wie…

Aktuelle Aktivitäten

2022: Baukultur in der Uckermark

Im Tandem mit Severin Caspari (Berlin) erkunde ich das Verhältnis zwischen Bewohnerschaft und baulichen Siedlungsstrukturen in sechs Dorfgemeinschaften im Landkreis Uckermark: Alexanderhof, Blindow, Dedelow, Klinkow, Schönwerder und Seelübbe. Wie kann man die gebaute Umwelt schöner und nachhaltiger gestalten – und zwar durch die Partizipation der Bürger*innen? Wie können der Ortscharakter und das Landschaftsbild bewahrt werden? Das Produkt ist eine Broschüre als praktisches Hilfsmittel für die engagierten Bürger*innen in den Dorfgemeinschaften. Auftraggeber und Förderung: Stadt Prenzlau und Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

2022: Das Quartier als Wohngemeinschaft (Woltmershausen, Bremen)

Im Tandem mit Dr. Annette Jagla erkunde ich die Chancen für neue Formen kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe im Bremer Stadtteil Woltmershausen. Das »Quartier als Wohngemeinschaft« benötigt ein »nachbarschaftliches Wohnzimmer« bzw. eine »erweiterte Agora«. Dabei handelt es sich um »Räume als Gemeingut«, die sich als Identifikationselement in der Vielfalt auswirken (Totem). Zusätzlich benötigt das »Quartier als Wohngemeinschaft« neuartige Rituale, die inklusiv wirken, nicht kommerziell sind und als Katalysator in einer Transformation zur Nachhaltigkeit aus dem Lokalen heraus dienen. Auch das Immobilienunternehmen Justus Grosse, das das Tabakquartier-Projekt in Woltmershausen verantwortet, wird zur Nachbarschaft gezählt.

Träger des Vorhabens sind der Dachverband Stadtkultur Bremen e.V. und das Kulturhaus Pusdorf. Die Förderung kommt vom Fonds Soziokultur (Sonderprogramm Neustart Kultur).

Bis 2022

2021-2022: Salons des guten Lebens

Der »Salon des guten Lebens« ist ein regelmäßiger Treffpunkt für Diskussionen und ein Ort für Inspiration, Austausch, Vernetzung und Synergien. Der »Salon des guten Lebens« eröffnet Räume für Utopien. Zu den Salonnières gehören Kübra Gümüşay, Torsten Schäfer, Adrienne Goehler, Silke Helfrich (†), Davide Brocchi, Charles Landry und Barbara Unmüßig. Initiator und Träger der Reihe ist die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein e.V..


 

2020-2022: Partizipative Entwicklung des Stadtleitbildes »Prenzlau 2050«

Zur Entwicklung eines Leitbildes »Prenzlau 2050« wurden Davide Brocchi und Severin Caspari von der Stadtverwaltung Prenzlau beauftragt, einen partizipativen Prozess zu konzipieren und zu begleiten. 

Alle Beiträge der Multiplikator*innen der Stadt fließen in eine gemeinsame Vision ein. Das Leitbild dient als Orientierung für die Entwicklung der Stadt in den kommenden Jahren.

2020-2021: Jetzt in Zukunft: Soziokultur und Nachhaltigkeit

 

 

2016-2021: Berliner »Tag des guten Lebens« (Bündnis »Gutes Leben Berlin«)

  • 2016: Einladung von Marc Urbatsch (damals Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte), den Impuls »Tag des guten Lebens« in die Bundeshauptstadt zu bringen. 
  • 2017: Exploration des Brüsseler Kiezes (Wedding), Interviews mit Bewohner*innen und Multiplikator*innen, Aufbau eines stadtübergreifenden Netzwerks von Initiativen und Organisationen.
  • 09.12.2017: Öffentliche Präsentation der Idee »Tag des guten Lebens« in der Schiller Bibliothek (Wedding).
  • 2018: Vertretung der Initiative mit Anna Stockmar und Susanne Terhardt. Konzept für einen »Tag des guten Lebens« in Berlin. Aufbau der Nachbarschaftsstrukturen im Brüsseler Kiez (Wedding). Impuls und Begleitung der Nachbarschaftsinitiativen in Kaskelkiez (Lichtenberg) und Körnerkiez (Neukölln). 
  • 2019: Bildung von Bürger*innenplattformen in drei Kiezen. Mitgründung von »Gutes Leben Berlin – Bündnis der Kieze« als Veranstalter des »Tags des guten Lebens« (Trägerschaft: Berlin21 e.V.). 
  • 12.12.2019: Bewilligung der Finanzierung des »Tags des guten Lebens« durch das Berliner Abgeordnetenhaus.  
  • 25.09. und 02.10.2020: »Straßen der Nachbarschaft« im Brüsseler Kiez.
  • 2021: »Tag des guten Lebens« in drei Kiezen, jeweils in den Bezirken Lichtenberg, Mitte und Neukölln.
  • Jan. 2021: Studie über den Berliner »Tag des guten Lebens« als Prozess (2017-2020). Auftraggeber: Berlin 21 e.V.
  • Juni 2022: Im Rahmen des Landeshaushaltes 2022-2023 stimmt das Abgeordnetenhaus einer weiteren Finanzierung des »Tags des guten Lebens« zu. Damit sollen weitere Kieze aktiviert werden.
  • Dokumente und Links:

 

2011 – 2020

2019-2020: Bundesweite Workshopreihe zum »Tag des guten Lebens«

2018-2019: TRAFO-Modelle für Kultur im Wandel (Region Oberes Mittelrheintal)

2018-2019: Studie »Große Transformation im Quartier«

2017-2019: ERDFEST-Initiative

 

2016-2017: Bergische Klimagespräche

  • Vorbereitung der ersten »Bergischen Klimagespräche« gemeinsam mit Prof. Dr. Reinhard Pfriem (Lehrstuhlinhaber für Unternehmensführung, Universität Oldenburg), Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Präsident des Wuppertal-Instituts), Jörg Heynkes (Geschäftsführer der Villa Media, Wuppertal-Arrenberg), Prof. Dr. Lutz Becker (Fresenius-Hochschule Köln), Dr. Rainer Lucas (Wuppertal-Institut) und Christian Lehmann (Muckenhaupt & Nusselt, Wuppertal). Inhaltliche Verantwortung für die Themengruppe »Partizipation, Demokratie und Gerechtigkeit«.

2016-2017: Buch »Urbane Transformation. Zum guten Leben in der eigenen Stadt«

2014-2014: Kapitel »Kultur« der Kommunalen Zukunftscharta

  • Autor des Kapitels »Kultur« in der »Kommunalen Zukunftscharta« des Rats der Gemeinden und Regionen Europas – Deutsche Sektion.

2012-2013: Buch »Geschichte des Nachhaltigen Designs«

2011-2015: Kölner »Tag des guten Lebens« (Bündnis »Agora Köln«)

  • 12.11.2011: Auszeichnung der Idee »Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit« im Themenbereich »Verkehr« beim Ideenwettbewerb »Dialog Kölner Klimawandel« (Träger: Katalyse Institut und Haus der Architektur Köln). 
  • 2012: Die Idee wird zum Konzept ausgebaut und durch die ecosign/Akademie für Gestaltung professionell gestaltet. Stadtübergreifende Öffentlichkeitsarbeit für das Konzept. Einladung der ersten 42 unterzeichnenden Organisationen zu einem gemeinsamen Treffen am 8. September 2012 in der Designakademie ecosign. 25 Personen nahmen daran teil. Dabei werden das Bündnis Agora Köln gegründet und ein Beirat mit zwölf Mitgliedern gewählt. Die erste finanzielle Förderung für den Auf- und Ausbau des Bündnisses kommt aus der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW
  • Mai 2012: Das erste Konzept sieht vor, dass die komplette Kölner Innenstadt am Tag des guten Lebens autofrei sein soll. Die autofreien Straßen und Plätze sollen den jeweiligen Nachbarschaften als Freiraum für das gute Leben dienen. Nach der Ablehnung der Idee durch die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt zeigt sich der Ehrenfelder Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD) offen dafür.
  • Dezember 2012: Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beschließt den ersten Tag des guten Lebens. Alle Parteien von die Linke bis Pro Köln stimmen dafür. Der Tag soll am 15. September 2013 im Quartier Ehrenfeld stattfinden, wo 22.000 Menschen leben. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beschließt auch die eigene Mitgliedschaft in der Agora Köln, so dass der Prototyp einer »Civic-Public-Partnership« entsteht. Zusätzlich bittet der Ehrenfelder Bürgermeister Josef Wirges die Kommunalverwaltung, die Aktion der Agora Köln zu unterstützen und bringt die jeweiligen Vertreter*innen zusammen. 
  • 2013: Nach dem Beschluss der Ehrenfelder Bezirksvertretung findet eine Reihe von Nachbarschaftstreffen im Quartier statt, mit bis zu 100 Teilnehmer*innen. Zur Agora Köln gehören inzwischen 130 Organisationen. Ca. 40 Personen zählen zu den Aktiven. Das Bündnis übernimmt die Koordination des Prozesses und die Gesamtorganisation des Tags des guten Lebens. Verschiedene Arbeitsgruppen bilden sich:
    • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    • Finanzen und Fundraising
    • Tag des guten Lebens (Logistik/Zentralprogramm)
    • Nachbarschaftsarbeit
    • Bewegung (die Plattform Agora Köln)
    • Kampagne und Themenschwerpunkt (im ersten Jahr »nachhaltige Mobilität«).

Als erstes gemeinsames Schwerpunktthema für die stadtübergreifende Kampagne gilt »nachhaltige Mobilität«. Im Rahmen eines Dialogprozesses der Bewohnerschaft mit Umwelt- und Verkehrsinitiativen wird das Mobilitätskonzept der Agora Köln vereinbart und unter dem Titel »Verkehr des guten Lebens« veröffentlicht. 

  • 15.09.2013: Erster Tag des guten Lebens. Im Quartier Ehrenfeld sind 24 Straßen kommerz- und autofrei. 3.000 Ersatzparkplätze werden organisiert, um den öffentlichen Raum komplett ohne Autos erleben zu können. Ca. 160 Aktionen werden angemeldet (110 von Straßennachbarschaften, 50 beim Zentralprogramm zum Thema nachhaltige Mobilität). Mehr als 200 Personen übernehmen kleine und große Aufgaben im Rahmen der Gesamtorganisation. 

  • 2014-2019: Institutionalisierung des Tags des guten Lebens. Die Ehrenfelder Nachbarschaft will den Tag wieder erleben, hier findet er am 31. August 2014 zum zweiten Mal statt. 2015 wird der Tag des guten Lebens im Stadtteil Sülz veranstaltet, nachdem auch die Bezirksvertretung Lindenthal die Initiative zugestimmt hat. In Sülz leben ca. 30.000 Menschen, 36 Straßen sind am Tag des guten Lebens kommerz- und autofrei. 2017 stimmt auch die Bezirksvertretung Innenstadt der Initiative zu, der Tag des guten Lebens findet so im Stadtteil Deutz statt, ein Jahr später im Agnesviertel. 2019 wird ein weiterer Stadtteil im Bezirk Ehrenfeld mit dem Tag belebt. 2021 wurde er in Köln-Mülheim realisiert. Alle Kölner Tage des guten Lebens wurden von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert, ab 2019 von der Stadt Köln.
  • Ende 2015: Der Initiator verfasst ein Konzept für die Weiterentwicklung des Bündnisses Agora Köln: »Unsere Stadt nachhaltig bewegen«. Vor Jahresende verlässt er die Kölner Initiative.
  • 2017: Buch »Urbane Transformation. Zum guten Leben vor der eigenen Haustür« mit einer ersten Auswertung des Transformationsprozesses Tag des guten Lebens (2011-2016) in Köln.
  • 13.09.2017: Unter 1.300 Bewerbern wird der Tag des guten Lebens mit dem Ersten Deutschen Nachbarschaftspreis der Stiftung nebenan.de ausgezeichnet. 
  • 2018 – 2019: Das Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW), Düsseldorf, gibt eine soziologische Vergleichsstudie über bürgerschaftliche Quartiersinitiativen in Auftrag. Die Studie erscheint beim oekom-Verlag unter dem Titel »Große Transformation im Quartier. Wie aus gelebter Demokratie Nachhaltigkeit wird«.
  • Dokumente und Links

 

2011-2011: Ringvorlesung »Die Zukunft mitgestalten«

2010-2012: Mafia in Deutschland (Initiative »Kultur der Legalität«)

 

2010-2012: Sustainable Summer Schools

2010-2011: Studie »2-3 Straßen / Ruhr.2010«

  • Sozialwissenschaftliche Begleitstudie zum Kunstprojekt »2-3 Straßen« des Konzeptkünstlers Jochen Gerz im Rahmen der Ruhr.2010. Das Projekt dauerte ein ganzes Jahr und sollte eine neuartige Dynamik in der Entwicklung der Peripherien von Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Dortmund fördern und zwar allein durch »immaterielle« Eingriffe (z. B. den Einzug von 80 Kreativen aus der ganzen Welt in die leerstehenden Wohnungen von drei Straßen). Auftraggeber der Begleitstudie: Institut für Kunstgeschichte der Heinrich Heine-Universität, Düsseldorf.

2008-2011: Programm »Interkultur«

 

1993 – 2010

2009-2010: Kalender Donne 2010

  • Kalender »Donne 2010«, zwölf italienische Migrantinnen aus Italien erzählen ihre Geschichte. Durchführung der Interviews und Verfassung der Texte. Herausgeber: Com.It.Es. Colonia.

2007-2008: Internationale Kunstausstellung »Subkulinaria«

  • Aug. 2008: Kunstausstellung »Subkulinaria« im Bauch der Deutzer Brücke in Köln. 14 Künstler*innen aus verschiedenen Ländern präsentieren Arbeiten zum Thema Ernährung und Landwirtschaft im Spannungsfeld Kultur und Natur bzw. Globalisierung und Nachhaltigkeit. Träger: Institut Cultura21 e.V.. Förderung: Stadt Köln.

Pressespiegel:

2006-2007: Studie »Nachhaltigkeit in Hochschulen«

2006-2008: Webmagazin Cultura21 (Cultura21-Dossiers)

2006-2006: Fotoausstellung »Fischen in der Zeit«

Auswertung

2005-2009: Internationales Netzwerk »Cultura21«

  • Gründung des Netzwerkes Cultura21 in Düsseldorf. Darin fließt die Erfahrung von Kulturattac sowie ein Teil des Netzwerkes ein. Zu den Zielen von Cultura21 gehört die Förderung eines kulturellen Wandels in Richtung Nachhaltigkeit.
  • 29.07.2006: Gründungsversammlung des Instituts Cultura21 e.V. in Frankfurt am Main. Der gemeinnützige Verein dient als Träger der Plattform.
  • 2007: Bei der Konferenz »Creativity, Support & Sustainability« in Lüneburg internationalisiert sich die Plattform.
  • 2012 – 2020: Das Institut Cultura21 e.V. ist Träger des Bündnisses »Agora Köln« und des Kölner »Tags des guten Lebens«.
Vertiefung:

2002-2004: Plattform Kulturattac (Attac Deutschland)

  • Gründung und Aufbau des Netzwerks Kulturattac im Rahmen der NGO Attac Deutschland. Sprecher bis 2004. Durch die Plattform unterstützen 350 Künstler*innern, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Autor*innen und Designer*innen (u. a.) die Ziele der globalisierungskritischen Bewegung. Gemeinsame Kampagne mit dem Deutschen Kulturrat im Vorfeld der Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) 2003 in Cancun. Motto: Kultur ist keine Ware.
  • Koordination des Projektes »Peace Attack – Musik für den Frieden«. Es ist Ausdruck einer internationalen Front von 120 Musiker*innen und Bands gegen den Krieg im Irak. Das Projekt mündet in der Herausgabe von zwei Musik-CD-Sampler (Pop- und Punk-Version) beim Label Impact Records, Duisburg. Vertreten sind die Musiker Jan Delay und Mellow Mark sowie die Bands  Ramones und Tote Hosen.
  • Juni 2003: »Festival der Kultur für eine andere Welt« im ZAKK Düsseldorf. Dabei treten zehn Musikgruppen auf (u. a. Fehlfarben, Mellow Mark). Durch das Konzert wird die offizielle Gründung von Kulturattac öffentlich gefeiert. Zusätzlich gilt die Veranstaltung als Release-Party für die zwei Musik-CD-Sampler »Peace Attack«. Verschiedene Medien berichten über die Veranstaltung, unter anderem Kulturzeit/3SAT, Rheinische Post, WDR5…  Förderung: Fonds Soziokultur.
Dokumente und Links:

1998-2000: Europäisches Fernseh- und Filmforum (Europäisches Medieninstitut)

  • 1998: Mitarbeit am Forschungsprojekt über Medienkompetenz in Europa. 
  • 2000: Europäisches Fernseh- und Filmforum, Bologna. Aufgaben: Projektkoordination und Kommunikation mit den beteiligten italienischen Institutionen (Universität Bologna, italienisches Fernsehen und Rundfunk RAI). 

1984 – 1992 (Italien)

1986-1987: Kampagne zum Volksentscheid Atomausstieg

  • Als Folge des Super-GAUs in Tschernobyl bildet sich in Italien ein breites Bündnis von Organisationen, das einen Volksentscheid zum Atomausstieg fordert. Dafür werden in ganzem Land Unterschriften gesammelt. An der Kampagne beteiligt sich auch meine lokale Umweltinitiative GEW. 
  • Am 8. November 1987 findet der Volksentscheid in Italien statt. Mehr als 80 Prozent der Wähler*innen sprechen sich für den Atomausstieg aus (Wahlbeteiligung: 65 Prozent).   

1986-1986: Austausch mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Heidelberg

  • Als Vorsitzender einer Ortsgruppe der Legambiente nehme ich am Austausch zwischen dem Dachverband ARCI Rimini und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Heidelberg teil. Das erste Treffen findet von 20. bis 30. April 1986 in Heidelberg statt. Am 26. April ereignet sich der Super-GAU in Tschernobyl.
  • Der Austausch wird 1987 in Rimini fortgeführt. Damit entstehen meine ersten Kontakte in Deutschland, die ich später weiter ausbaue.

1984-1989: Gruppo Ecologico Villa Verucchio (Italien)

  • Gründung der Gruppo Ecologico Villa Verucchio (GEW) in der Gemeinde Verucchio (Kreis Rimini, Italien). Wahl zum Vorsitzenden, in dieser Position bleibe ich bis 1989. Der Verein zählt in den folgenden Jahren mehr als 200 Mitglieder. Die ersten Aktionen sind im Bereich Naturschutz (u. a. Müllsammeln am Fluss). Ab 1986 unterhält der Verein eine eigene Zeitschrift (»oikos«) zu Themen der politischen Ökologie. Im selben Jahr beauftragt die Gemeinde den Verein mit der Verwaltung der kommunalen Parkanlage »Parco Marecchia«, hier werden der offizielle Sitz und eine öffentliche Umweltbibliothek eingerichtet.
  • Zuerst gilt die GEW als Ortsgruppe des WWF-Netzwerkes, dann ab 1986 von Legambiente/ARCI. Die Gruppe versteht sich als Teil der Friedensbewegung und nimmt an den landesweiten Demonstrationen gegen die Stationierung der Pershingraketen in Westeuropa aktiv teil.

 

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